3 Tulumba Tatlısı / Spritzgebäck Dessert

  Vielleicht haben Sie bemerkt, ich war für ein paar Tage weg. Es ist sehr schön wieder nach Hause zurückkehren, genau an unserem Feiertag. Heute ist erste Tag des Opferfest. Meine beiden großen Jungs sind zur Schule gegangen, aber die kleinen, Deniz und Emre durften mit uns zuhause ein wenig Bayram erleben. Papa war morgen früh an der Moschee beim Feiertagsgebet. Danach ist er nach Hause gekommen. Wir haben zusammen frühstückt. Kinder haben schon ihrem ersten Taschengeld vom Papa bekommen, natürlich nach den Handküssen. Wir haben, solange wir schaffen, unsere Verwandten, die in Berlin wohnen, besucht. Meine Mutter hat heute wieder Kavurma gekocht, wie sie es immer an jedem Opferfest kochte. Es gab in jede Wohnung, die wir da waren, Baklava als Nachspeise. Ich wollte aber für uns eine Abwechslung machen, und vorbereitete Tulumba Tatlisi. Es ist ein traditionelles Fettgebäckdessert in Sirup. Aus meiner kleinen Reise habe ich schon schönere Rezepte mitgebracht. Sogar war eine ähnelt sehr an diesem Rezept. Aber stattdessen mag ich sehr in unsere Feiertage ganz traditionell kochen und backen. Dieses Dessert ist es in Iran  ein beliebtes Silvesterdessert. Da verkauft man an jedem Silvester fast an jede Ecke.



Für das Dessert kocht man zuerst den Sirup, es soll ausgekühlt werden. Dann vorbereitet man einen Brandteig. Die kleinen Spritzgebäck soll man zuerst goldgelb frittieren und danach in Sirup tunken, es reicht  die Fettgebäcks in Sirup solange lassen, bis die nächste Runde frittiert wurde.


für den Sirup
600 g Zucker
1 l Wasser
Saft und Schale von 1/2 Zitrone

für den Brandteig
125 g Butter
1 Prise Salz
600 ml Wasser
500 g Mehl
1 EL fein Grieß
2 EL Speisestärke
5 Eier

ca. 300 ml Frittier Öl

Für den Sirup Wasser und Zucker ca. 7-8 Minuten sprudeln kochen. Saft und Schale von 1/2 Zitrone hinzufügen. Kurz kochen und vom Herd nehmen, auskühlen lassen.

In einem Topf bei mittlere Hitze Butter schmelzen lassen. Wasser und Salz zugeben, zum Kochen bringen. Mehl nach und nach zugeben und gut rühren, vom Herd nehmen. Eier jeweils ein Stück hinzufügen, und dabei gut rühren. Am Ende Grieß und Speisestärke darauf bestreuen und gut rühren.


Frittier Öl nicht erhitzen. Den Teig in die Sterntülle geben, Teigstücken in gewünschte Länge in die Öl schneiden und werfen. Den Öl bei hoher Hitze erhitzen. Teigstücken darin goldgelb backen, danach sofort in die Sirup geben. die nächste Runde frittieren. Jedes Mal die Teigstücken in die kalten Öl geben und die frittierte Teigstücken in Sirup lassen, bis die nächste Runde fertig ist. Gekühlt servieren.

Kommentare:

Papyrus hat gesagt…

Herzlichen Glückwunsch zum Opferfest, oder wie sagt der Araber: Kul sana wa ahlam bi chair.

Eine Frage hätte ich aber, weil es im Text erwähnt wurde: "Kinder haben schon ihrem ersten Taschengeld vom Papa bekommen, natürlich nach den Handküssen."
Handküsse für den Vater? Wieso, weshalb, warum? Ich bin tatsächlich nur neugierig. Und das Fettgebäck sieht sehr lecker aus.

Liebe Grüße
Papyrus

Nesrins Kismar hat gesagt…

@Papyrus, danke sehr. Nach dem Morgengebet fängt erst unsere Bayram. Die kleinen küssen die Hände ihre Eltern und legen kurz auf ihre Stirn, dafür bekommen sie Küssen auf ihre beide Wange und ein kleines Taschengeld (Bayram harcligi). Es ist genauso in Familienkreis, Opa, Oma, Tante, Onkel usw. So bekommen Kinder immer Vorfreude nach unsere Feiertage.

Anna Purna hat gesagt…

Erinnert mich sehr an die indischen Jalebi, die ich auch schon eine Weile ausprobieren wollte. Der Teig ist weicher, aber er wird auch erst frittiert und dann in einen Zuckersirup geworfen. Erstaunlicher Weise sieht das mit dem Zuckersirup immer süßer aus als es ist.

Liebe Grüße
Anna